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Jef Raskin starb am 26. Februar 2005 im Alter von 61 Jahren in seinem Haus in Pacifica, Kalifornien, an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bei Apple hatte er das Macintosh-Projekt angestoßen und von 1979 bis 1982 geleitet. Die Bezeichnung „Macintosh-Schöpfer“ greift deshalb zu kurz: Raskin initiierte die frühe Idee, während der 1984 ausgelieferte Macintosh später von einem erweiterten Team und mit einem deutlich veränderten Konzept entwickelt wurde.

Wann und woran starb Jef Raskin?

Raskin starb am Samstag, dem 26. Februar 2005, in Pacifica. Der zeitgenössische Nachruf der University of Chicago Chronicle nennt Bauchspeicheldrüsenkrebs als Todesursache und gibt sein Alter mit 61 Jahren an. Der Nachruf erschien am 17. März 2005.

Welche Rolle hatte Raskin beim Macintosh?

Raskin war Apples einunddreißigster Mitarbeiter und leitete das Macintosh-Projekt von 1979 bis 1982. Nach seiner eigenen Rückschau in einem von ihm geprüften Stanford-Interview bat Mike Markkula ihn zunächst, eine Spielmaschine mit dem Codenamen „Annie“ zu gestalten. Raskin lehnte ab und schlug stattdessen einen einfach zu bedienenden Computer vor, den er Macintosh nannte.

Damit war Raskin der Initiator und frühe Leiter des Projekts, nicht der alleinige Entwickler des späteren Serienprodukts. Der Macintosh, der 1984 auf den Markt kam, wich in wichtigen Punkten von seiner ursprünglichen Konzeption ab. Die vereinfachte Darstellung, Raskin habe den fertigen Mac „erfunden“, vermischt diese zwei Entwicklungsphasen.

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Die Xerox-PARC-Erzählung

Raskin widersprach in demselben Interview der verbreiteten Erzählung, Steve Jobs’ Besuch bei Xerox PARC habe das Macintosh-Projekt erst ausgelöst. Nach Raskins rückblickender Darstellung war das Projekt bereits genehmigt und in Arbeit. Diese Aussage beschreibt seine eigene Sicht auf die Entstehungsgeschichte und ersetzt keine vollständige Rekonstruktion aller späteren Entwicklungsschritte.

Wofür stand Raskin?

Raskin wollte interaktive Technik an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten. Seine Familie formulierte es in einer Erklärung, die der University of Chicago Chronicle überlieferte, so: Jef strongly believed that computers should make tasks easy for people, not the other way around. Die Angehörigen schrieben ihm außerdem die Verbreitung heute vertrauter Methoden wie „click and drag“ zu.

Leo Irakliotis, damals Director of Professional Programs in Computer Science an der University of Chicago, beschrieb Raskins Haltung im Nachruf mit den Worten: He firmly believed that our interaction with technology—be it computers, elevator panels, automobiles, etcetera, ought to be humane and human-centric. Beide Zitate sind Einschätzungen anderer über Raskins Gestaltungsphilosophie, keine von ihm selbst stammenden Aussagen.

Das Vermächtnis jenseits des Macintosh

Nach seiner Zeit bei Apple arbeitete Raskin weiter an alternativen Bedienkonzepten. Der Canon Cat war ein kommerzielles Informationsgerät, dessen Bedienung unter anderem auf LEAP-Navigation und einem durchgängigen Dokumentmodell beruhte. Später entwickelte das Raskin Center for Humane Interfaces Archy als experimentellen Proof of Concept; Archy war kein kommerzielles Produkt.

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Projekt Einordnung Bezug zu Raskins Arbeit
Macintosh 1984 ausgelieferter Apple-Computer Aus dem von Raskin initiierten Projekt hervorgegangen, aber gegenüber seiner ursprünglichen Idee deutlich weiterentwickelt
Canon Cat Kommerzielle Hardware Umsetzung alternativer Navigation und eines einheitlichen Dokumentmodells
Archy Experimentelle Software Proof of Concept für humane, nicht-konventionelle Interaktion; kein Serienprodukt
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Sein wichtigstes Buch

Raskin fasste seine Überlegungen in The Humane Interface: New Directions for Designing Interactive Systems zusammen. Stanford datiert das Buch auf das Jahr 2000. Es gilt als direkter Einstieg in seine Vorstellungen von nutzerzentrierter Gestaltung und erklärt, warum sein Einfluss nicht auf die frühe Macintosh-Geschichte beschränkt blieb.

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