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Ein Byte besteht heute üblicherweise aus acht Bit, weil IBM beim einflussreichen System/360 die Bytegröße auf acht Bit festlegte und byteweise Adressierung einführte. Das war jedoch keine ursprüngliche oder unveränderliche Bedeutung des Wortes: Frühe Bytes konnten unterschiedlich viele Bits umfassen. Auch ASCII erklärt die Wahl nicht allein – der Zeichencode selbst ist sieben Bit breit.

Was bedeutete „Byte“ ursprünglich?

Das Wort „Byte“ entstand in der Entwicklung des IBM-Computers Stretch. Werner Buchholz, ein Mitarbeiter des Projekts, berichtete 1977, dass ein internes Memo vom Juni 1956 ein Byte als Gruppe von einem bis sechs parallel verarbeiteten Bits beschrieb. Die Gruppengröße richtete sich nach der jeweiligen Aufgabe, etwa Zeichencodierung oder Ein- und Ausgabe.

Buchholz erklärte, der Begriff sei aus dem englischen „bite“ gebildet, aber anders geschrieben worden, damit er nicht mit „bit“ verwechselt würde. Das Wort bezeichnete also zunächst eine Gruppe von Bits, nicht zwingend genau acht.

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Wie wurden daraus acht Bit?

Acht-Bit-Bytes wurden während der Stretch-Entwicklung erwogen und kurz darauf in den Entwurf aufgenommen. IBM legte die Bytegröße später für System/360 auf acht Bit fest und ersetzte die bitweise Adressierung durch byteweise Adressierung. System/360 erfand das Wort „Byte“ somit nicht, trug aber entscheidend dazu bei, seine feste Acht-Bit-Bedeutung zu verbreiten. Werner Buchholz’ Rückblick zur Stretch-Entwicklung beschreibt diese Entwicklung.

Die historische Erklärung belegt keine einzige, rein mathematische Ursache für die Wahl. Sie zeigt vielmehr, wie eine technische Festlegung einer einflussreichen Architektur zur verbreiteten Konvention wurde.

War ASCII nicht sieben Bit breit?

Ja. NIST beschreibt ASCII als 7-Bit-Code mit 128 möglichen Zeichen. Die Arbeiten an einem gemeinsamen Zeichencode begannen 1961; laut NIST umfasste der Zeichensatz bis 1967 128 Zeichen. USASI veröffentlichte ASCII 1968, und im November desselben Jahres wurde es laut NIST zum ersten Federal Information Processing Standard.

Ein siebenbittiger Zeichencode kann in einer Speichereinheit oder Übertragungseinheit von acht Bit untergebracht werden. NIST erklärt, dass 7-Bit-ASCII häufig auf diese Weise übertragen wurde, weil Computer meist Daten in Achtergruppen verarbeiteten. Das zusätzliche Bit konnte in manchen Fällen für eine Paritätsprüfung dienen. Es bedeutet nicht, dass ASCII selbst acht Bit benötigte. NISTs historische Darstellung zu ASCII erläutert die Entwicklung und die Einbettung in 8-Bit-Einheiten.

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Byte oder Oktett: Was ist der Unterschied?

Begriff Bedeutung Wann er nützlich ist
Byte Heute üblicherweise eine Einheit aus acht Bit; historisch konnte die Länge je nach System variieren. Die normale Bezeichnung in alltäglichen Computererklärungen, sofern die konkrete Architektur keine andere Definition vorgibt.
Oktett Eine Gruppe aus genau acht Bit. Wenn ausdrücklich klargestellt werden soll, dass genau acht Bit gemeint sind.

Die Unterscheidung ist historisch sinnvoll: „Byte“ hatte nicht immer eine feste Länge. „Oktett“ macht die Anzahl dagegen bereits im Begriff eindeutig. Die hier angeführten historischen Quellen belegen diesen Bedarf an Klarheit, aber keine konkrete aktuelle Protokollnorm oder Normnummer.

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Die kurze Antwort

Ein Byte hat heute üblicherweise acht Bit, weil IBM diese Größe bei System/360 festlegte und die Architektur mit byteweiser Adressierung die Konvention verbreitete. Das Wort bezeichnete zuvor auch Gruppen mit anderer Länge. ASCII passt in eine 8-Bit-Einheit, ist als Zeichencode aber sieben Bit breit.

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